Vor diesem Hintergrund lädt das Forum Juden-Christen am Mittwoch, den 27. Mai 2026, um 19 Uhr zu einem besonderen Vortrag in den Gedenkort Jüdische Schule Lingen ein. Zu Gast ist die niederländische Autorin und Historikerin Martine Letterie, die über ihre persönliche Familiengeschichte und die Bedeutung zeitgemäßer Erinnerungsarbeit sprechen wird.
Martine Letterie verbindet in besonderer Weise unterschiedliche Perspektiven der Erinnerungskultur: Sie ist die Enkelin eines Opfers der NS-Verfolgung, ihr Mann ist der Sohn eines Täters. Gemeinsam stehen sie beim Erinnern Seite an Seite und setzen sich dafür ein, die Auseinandersetzung mit Krieg, Nationalsozialismus und Verantwortung an kommende Generationen weiterzugeben.
In ihrem Vortrag berichtet Letterie von ihrem persönlichen Hintergrund und davon, wie beide gemeinsam einen Weg gefunden haben, mit ihrer Familiengeschichte umzugehen. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Engagement, mit Kindern über Krieg und Erinnerung zu sprechen. Letterie erläutert, warum diese Gespräche so bedeutsam sind, wie sie Kindern historische Themen vermittelt und weshalb es wichtig ist, bereits junge Kinder an Fragen von Erinnerung, Verantwortung und Menschlichkeit heranzuführen.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, es wird jedoch um eine Spende gebeten.
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